Verzicht und Einschränkungen in der Schwangerschaft

Don'ts in der Schwangerschaft

Mit Wissen um die Bauchbewohner machte ich mir meine Gedanken zu den Do’s & Don’ts in der Schwangerschaft. Als Zwillingsschwangere war ich automatisch als Risikoschwangere eingestuft und da wollte ich nicht durch unüberlegtes Handeln weiteres Risiko für diese kleinen, wehrlosen Wesen eingehen.

Heute daher meine persönlichen Don’ts. Ich weise darauf hin, dass ich kein Arzt bin und es sich um keine Beratung handelt sondern ausschließlich um meine persönliche Erfahrung und Einstellung.

Der ein oder andere von euch mag es auch für übertrieben halten. Ich habe es nach meinem Gefühl gemacht und für mich war es so genau richtig.

Die Don’ts

Was für mich selbstverständlich war, waren folgende Don’ts:

– Alkohol
– Nikotin
– Drogen

Vor der Schwangerschaft gab es hin und wieder ein Glas Wein, so dass es ein kleiner Verzicht bzw. Einschränkung war. Bei Nikotin und Drogen war dies gar kein Problem, da diese von mir vorher sowieso nicht konsumiert wurden.

Bei den folgenden Lebensmitteln sind die Don’ts in der Regel bekannt.
In Klammer schreibe ich euch immer dazu wo die Gefahr liegt:

– rohes Fleisch wie z.B. Mett, Salami, Schinken (Toxoplasmose)
– rohen Fisch wie z.B. Sushi, geräucherter Fisch (Toxoplasmose/Listeriose)
– Rohmilchprodukte wie z.B. Rohmilchkäse (Listeriose)
– rohes Ei wie z.B weiches Ei, Mousse au Chocolat  (Salmonellen)

Im Prinzip habe ich alles tierische gekocht oder gebraten.
Kleiner Tipp, wenn du mal Japp auf Salami hast, einfach für 24 Stunden in den Froster oder in den Ofen, z.B. auf eine Pizza. Bei allen erlaubten Käsesorten habe ich die Rinde großzügig entfernt.

Weitere Lebensmittel auf meiner Don’t Liste:

– ungewaschenes Obst und Gemüse, rohe Sprossen (Listeriose)
– Fertigsalate (Listeriose)
– Thunfisch (Quecksilbergehalt)
– eingelegter Käse wie Mozzarella und Feta (Pseudomonaden)
– Lebensmittel mit Schimmel wie z.B. Camenbert (Listeriose)
– koffeinhaltige Getränke (verringertes Geburtsgewicht)
– chininhaltige Getränke (Fehlbildungen/Wehenfördernd)
– Lakritze (Beeinträchtigung der Entwicklung des Gehirns)
– Ingwer (Wehenfördernd)

Über Ingwer gibt es unterschiedliche Meinungen, gerade im ersten Drittel nutzen es einige gegen Schwangerschaftsübelkeit. Ich wollte kein Risiko eingehen und daher ist Ingwer für mich persönlich ein Don’t.

Es gibt jedoch nicht nur Verzichte und Einschränkungen bei Lebensmitteln sondern auch im Alltag, folgende Don’ts hatte ich hier:

– Haare färben (Chemikalien)
– Nagellackentferner mit Aceton (erhöhtes Risiko für Fehlgeburten/Fehlbildungen)
– Sauna Besuch (Belastung Kreislauf)
– Solebad/heiße Badewanne (Belastung Kreislauf/Wehen auslösend)
– Massagen (Wehen auslösend)
– Zumba
– Kontakt zu Katzen (Toxoplasmose)
– schweres heben (Belastung Beckenboden)
– Flugreisen im ersten Trimester
– Kleinkinder wickeln (Zytomegalie)
– Medikamente (hier bitte immer mit dem Arzt sprechen)

Bei den Vorsorgeuntersuchungen wird ein Antikörpertest auf Toxoplasmose und Zytomegalie angeboten. Es handelt sich hierbei um keine Kassenleistung. Ich habe diese Test machen lassen und durch Toxoplasmose Antikörper konnte ich einige Lebensmittel wieder zu mir nehmen, die vorher ein absolutes Don’t waren.

Aber auch mit der Geburt der Bauchbewohnern wird die Liste deutlich kürzer, jedoch gibt es in der Stillzeit – für mich – die ein oder andere Einschränkung die bleibt. Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr.

Was sind eure persönlichen Don’ts? Hinterlasst euren Kommentar.

4 Kommentare zu „Verzicht und Einschränkungen in der Schwangerschaft

  1. Da hast du es dir aber unnötig schwer gemacht! Das einzige worauf ich verzichtet habe sind natürlich Drogen, Nikotin, und Alkohol. Habe aber auch mal genippt.
    Rohmilch hab ich ein bisschen drauf geachtet. (In Frankreich macht das kaum einer!) das wars wohl. Achso und ich bin Vegetarier. Massage und Saunagänge, Therme sind suuuper entspannend. Das tut dem dicken Bauch gut!

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    1. Hi Anne, vielen Dank für deinen Kommentar. Für mich war es gar nicht so schwer, wie es vielleicht scheinen mag. Ich habe mich nach meinem Bauchgefühl gerichtet und das war sehr vorsichtig. *zwinker* Andere Länder, andere Sitten. Sehr interessant mit der Rohmilch. Da gibt es sicher noch viel mehr Unterschiede zu den einzelnen Nationen.

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  2. Das war Deine erste Schwangerschaft, oder? Dinge wie „nicht heben“ und „kein Kleinkind wickeln“ sind irgendwie nicht praktikabel, selbst, wenn man die Risiken so sieht, wie Du. Bei Alkohol stimme ich Dir natürlich zu. Ich bin per se Hochrisikoschwangere gewesen als Typ 1 Diabetikerin. Aber ich habe ziemlich normal gegessen, also keinen Rohmilchkäse, keinen rohen Fisch oder Fleisch. Aber natürlich Mozzarella, meinen Kaffee und Cola light in Maßen, und alle Gewürze in üblichen Mengen, ob Basilikum, Ingwer oder Zimt. Ich bin Nichtraucher und Medikamente nehme ich nach Abwägung Nutzen/Risiko. Man kann sich aus meiner Sicht auch zu verrückt machen, man atmet Abgase ein. Mir reichte es, wegen des Diabetes und den konkreten Auswirkungen auf so viel zu verzichten wie Müsli, Brötchen oder Brot zum Frühstück, bei mir ging nur Rührei, keine Kartoffeln, keinerlei Saft etc.. Obst esse ich ohnehin gewaschen, bei Fertigsalaten und Fliegen bin ich hingegen schmerzfrei. Aber da muss eben jede für sich entscheiden, was sie für sinnvoll hält und was für übertrieben.

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    1. Hallo Bloggermumofthreeboys, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, es sind meine ersten Kinder. Und du hast recht, mit einem Kleinkind daheim, wären heben und wickeln kaum zu vermeiden. Aber für mich fühlte es sich so genau richtig an. Jeder entscheidet selbst, wie weit er sich in den neun Monaten einschränken möchte. Wobei ich sagen muss, für mich war es sehr leicht und kein verrückt machen, denn ich war froh über die zwei kleinen Wunder. Mit deiner Diabetes hast du ja eine fortlaufende Einschränkung. Ich wünsche dir alles Gute und würde mich freuen, wenn du mal wieder auf meinem Blog vorbei schaust. Lieben Gruß Jess

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