Wir kaufen ein Kinderzimmer oder wie ich es nenne: Mutti bekommt erstmal eine Panikattacke

Panik beim Kinderzimmer Kauf

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Wann ist der richtige Zeitpunkt das Kinderzimmer zu kaufen? Ich war mir sicher, die 12. Schwangerschaftswoche ist es nicht.

Über den Jahreswechsel haben wir mal geschaut, was uns als Kinderzimmer gefallen könnte. In den ersten besuchten Möbelkaufhäusern war leider noch nicht das richtige dabei.

Es war der erste Mittwoch im neuen Jahr, das Möbelhaus in meiner Heimatstadt lockte uns mit einem Jubiläumsangebot. Da sie eine wirkliche gute Babyzimmer Abteilung hatten, machten wir uns auf den Weg. Ich war der Meinung auch hier wollten wir nur mal gucken, denn ich war ja erst in der 12. Schwangerschaftswoche und in der nächsten Woche sollte der für mich so wichtige Ultraschall Termin statt finden. Haben wir das erste Trimester gut überstanden?

Wir liefen durch die große Babyzimmer Abteilung und hatten gleich drei Zimmer gefunden, die uns gut gefielen. Eine Verkäuferin half uns weiter und so fanden wir das für uns richtige Zimmer.

Und was macht der werdende Vater? Gibt die Bestellung auf! Da wurde mir doch etwas mulmig. Hätten wir nicht lieber den Ultraschall abwarten sollen? Seine Meinung: „Was soll schon passieren, es wird alles gut sein.“

Unser Zwillingszimmer noch im Möbelhaus
Unser Zwillingszimmer noch im Möbelhaus

Wir schauten uns dann noch einen Zwillingswagen (mehr Auswahl gab es dort nicht) an. Was für ein furchtbares Teil. Die Babywannen waren nur Taschen und die Sportsitze konnten nur nach vorne gerichtet genutzt werden und dann wog das gute Stück noch um die 22 kg. Wie sollte ich diesen Wagen jemals ins Auto bekommen?

Da wären wir auch schon beim nächsten Tagesordnungspunkt. Das Auto. In mein Auto (Mittelklassewagen) würde so ein Monster niemals hinein passen. Und wir haben ja auch noch den großen Hund, wo sollte der bloß hin? Und sein Dienstwagen (Oberklasse-Kombi) ist nicht dafür gedacht gewesen, dass ich damit meine kurzen Wege erledige.

Also hielten wir auf dem Weg nach Hause noch am Autohaus an. Auch hier gab es drei Optionen: den Familientransporter, den Familienbus oder die Familienkutsche. Der Transporter gefiel ihm nicht, der Bus mir nicht, so war das Modell schnell ausgesucht, es sollte die Kutsche werden. Mit diesem Moment war bei mir dann alles vorbei. Ich konnte mich nicht einmal mehr reinsetzen, ich musste an die frische Luft. Mir war nicht mehr nur mulmig, mir war schlecht und zwar richtig. Ich dachte eigentlich, dass meine Schwangerschaftsübelkeit vorbei wäre, aber da war sie wieder. Mit voller Wucht. Wir schafften es nicht ohne Zwischenstopp nach Hause.

Auf meinem Sofa war mir immer noch ganz elend. Die Nacht war kurz, aber ich fuhr am nächsten Tag zur Arbeit. Ich war ja schließlich schwanger und nicht krank. Die beste Idee war das nicht, nach einer Stunde fuhr ich heim. Denn ich trocknete schon langsam aus, kein Tropfen Flüssigkeit blieb in mir. Nach einem kurzem Halt an der Apotheke lag ich für den Rest des Tages im Bett. Die Elektrolyt Lösung nahm ich löffelweise zu mir.

Am Freitag gab es dann Zwieback mit Banane und Tee, es wurde langsam besser. So schlimm war die Schwangerschaftsübelkeit bisher noch nie.

Samstag. Wir wollten nach Hamburg fahren. Dort hatte der zukünftige Papa eine Kutsche für uns gefunden. Es ging mir wieder schlechter. Im Radio wurde Blitzeis angesagt. Die Fahrt bis Hamburg war uns so zu gefährlich. Wir entschieden uns stattdessen für einen kurzen Ausflug in die nächste Großstadt. Ich brauchte eine neue Hose. Mein erstes Umstandsmode-Kleidungsstück. Jippi. Im Babyfachgeschäft schauten wir nochmal nach alternativen Kinderwagen und da stand er. Unser Traum Kinderwagen. Ich fand ihn toll. Er fand ihn toll. Und das neue Auto musste doch nicht zwingend sein. Schwups, war das flaue Gefühl im Magen weg.

Auf dem Rückweg wollte er dann noch anhalten um nach Tapeten zuschauen. Und schon war es wieder da, das grummeln im Magen. Und da wurde es mir klar. Es war keine Schwangerschaftsübelkeit, die war vorbei. Ich hatte eine Panikattacke.

Warum? Mir fehlte die Gewissheit das wir die kritischen ersten zwölf Wochen überstanden hatten. Wäre der Ultraschall schon gewesen, wäre es sicher nicht so gekommen. Wer kauft schon sein Kinderzimmer in der 12. Woche? Und es war für einen Tag einfach sehr viel gewesen. Kinderzimmer, Kinderwagen und ein neues Auto. Das hatte mich überfordert.

Habt ihr so etwas auch erlebt? Wann habt ihr eure Anschaffungen gemacht? Hinterlasst doch einen Kommentar.

Nächste Woche dann, der Schwangerschaftsverlauf im ersten Trimester.