Der Hechelkurs – Kurs zur Geburtsvorbereitung

Der Geburtsvorbereitungskurs

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Irgendwann in der Schwangerschaft stellten sich mir Fragen zur Geburt. Hebammen bieten dafür Geburtsvorbereitungskurse an. Diese werden von der Krankenkasse bezahlt. Sie finden in der Regel abends statt und sind über mehrere Wochen verteilt. Es gibt aber auch einige am Wochenende. Diese können mit oder ohne Partner sein – das Angebot ist vielfältig.

Meine Hebamme bot ebenfalls einen solchen Kurs an. Aufgrund der Zwillingsschwangerschaft sollte ich um die 20. Schwangerschaftswoche mit diesem beginnen. Der Tipp war genau richtig. Und auch wenn ich von Anfang an auf einen Kaiserschnitt eingestellt war, so hatte ich einen kleinen Funken Hoffnung auf eine normale Geburt. Daher wollte ich vorbereitet sein. Zudem fand ich es schön, einfach mal unter Schwangeren zu sein. Wir hatten in dieser Gruppe einfach dieselben Wehwehchen. So ein Austausch tut mal gut.

Diese Kurse sind ganz individuell, da jede Hebamme den Inhalt völlig frei wählen kann. Ich berichte daher von meiner Erfahrung, eure kann eine völlig andere werden.

Unser Hechelkurs

Dieser bestand aus sieben Abenden. Davon verpasste ich den ersten auf Grund unseres Babymoons.

Die Abende liefen nach demselben Muster ab.
Zuerst machten wir etwas Gymnastik. Den Kreislauf in Schwung bringen, die Rücken etwas strecken. Daran anschließend lernten wir das Wehen atmen und hecheln. Daher wurde der Kurs von mir auch liebevoll Hechelkurs genannt.

Während der Atemübungen probierten wir verschiedene Geburtspositionen aus. Das Atmen verändert sich je nachdem ob man steht, sitzt oder liegt. Wir lernten ebenfalls, an welchen Stellen während der Geburt eine Massage wohltuend sein könnte.

Nach dem aktiven Teil kam immer der informative Teil. An jedem Abend zu einem wechselndem Thema.

  1. Was muss in die Klinik Tasche?
  2. Was sind die Anzeichen der bevorstehenden Geburt?
  3. Wie läuft die Geburt ab aus Sicht des Kindes (mit Partner)?
  4. Welche Möglichkeiten gibt es für mich als Frau? Schmerzmittel, Geburtsposition,…
  5. Das Wochenbett (mit Partner)

Beim siebten Abend lag ich leider im Krankenhaus. Aber dazu zu gegebener Zeit mehr.

Die Klinik Tasche

Dazu werde ich einen gesonderten Beitrag verfassen. An dieser Stelle nur soviel. Für alle Zwillingsschwangere: Packt die Tasche frühzeitig! Packt die Tasche so, dass auch für euch Kleidung als Schwangere darin enthalten ist. Falls ihr so wie ich, schon vor der Geburt einen Krankenhausaufenthalt habt. Dies ist bei Zwillingschwangerschaften nicht ungewöhnlich.

Anzeichen der Geburt

Im Grunde gibt es zwei klassische Möglichkeiten die euch zeigen das es los geht. Ihr habt anhaltende Wehen in regelmäßigen Abständen, oder aber einen Blasensprung.

Die nächsten Punkte sind sehr individuell. Daher solltet ihr diese mit eurer Hebamme oder in einem Kurs besprechen.

Das Wochenbett

Es soll eine Kuschelzeit sein. Euer Körper muss sich von der Geburt erholen und ihr müsst euer Kind erst Kennenlernen. Das Stillen, soweit gewollt, muss sich einspielen.
Soweit die Idee dahinter. Wer, wie ich, Frühchen in der Klinik hat, der hat vermutlich anderes im Sinn.

Uns wurde zudem noch folgendes vorgestellt:

  1. Einfrieren von Nabelschnurblut
  2. Globulis aus der Plazenta

Wir entschieden uns gegen das einfrieren, aber für die Globulis.
Weiterführende Informationen bekommt ihr über eure Hebamme.

Fazit des Hechelkurses

Kann man machen, muss man aber nicht.
Das gelernte Atmen hat mir für meine Stunde Wehen zwar geholfen. Noch besser war es jedoch für die Stoßwellentherapie meiner Schulter. *Zwinker*.
Wer interessiert an Austausch mit anderen Schwangeren ist und in seinem Umfeld keine hat, für den kann es sich dafür lohnen.
Mein lieber Mann fand es völlig unnötig. Wir hatten aber auch eine konkrete Vorstellung unseres Geburtsplanes. Spoiler. Den hielten wir so natürlich nicht ein. Aber auch dazu später mehr.

Habt ihr auch einen Kurs zur Geburtsvorbereitung gemacht? Lief der bei euch genauso ab? Ich bin gespannt auf euren Kommentar.